Aktuell - aus meinem Meditation-München Blog

Ich verzeihe
Es ist Frühling.
Du schließt deine Augen und meditierst.
Und im Kopf raschelt es,
alte Herbstblätter, uralte Herbstblätter.
Und das im Frühling.
Immer noch hartes dürres Laub aus alten Geschichten,
'Wo bleibt der Frühling?'
In deiner Meditation kannst du los lassen.
Gleich nach der Meditation noch mit geschlossenen Augen sagst du dir:
'Es ist ja alles ganz gut und schön,
aber jetzt ist jetzt.'
Ohne in die alten Geschichten ein zu steigen, ohne sie zu ergründen,
entscheidest du dich für den Frühling in deinem Herzen.
Du gibst dir einen Ruck und sagst dir ganz im Stillen:
'Ich verzeihe allen Beteiligten.
Und ich verzeihe mir selber,
was auch immer ich zu den Situationen bei getragen haben mag.'
Und dann triffst du eine neue Entscheidung:
„Es ist vorbei!
Ich freue mich auf neue schöne Erlebnisse.“
Und siehe da, du bist wieder im Fluss,
jetzt zieht der Frühling ein in dein Herz.
Der Kopf ist wieder frei, frei für das Hier und Jetzt,
frei dafür, sich wohl zu fühlen in deinem Tag im Frühling.
Auf einmal fällt dir auf, dass die Sonne scheint.
Es ist ein ganz normaler Tag, und die Sonne scheint,
das Gras ist grün, die Blumen blühen.
Dein Herz ist warm, leicht und licht,
viel Platz für Frühlingslicht.
